Unterschiede der Diäten


Tuesday, February 2nd, 2010

Der Klassiker unter den Diäten ist die Kalorienreduzierte-Mischkost-Diät, die auch unter dem Namen „Brigitte-Diät“, „Ich-nehme-ab“-Diät, „Pfunds“-Diät, „Fit-for-fun“-Diät, Weight-Watchers-Diät oder „5-am-Tag“-Diät bekannt sind. Fettreduzierte Diäten funktionieren ganz einfach: Da Fett mit 9 kcal pro Gramm doppelt so viel Energie enthält wie Kohlenhydrate oder Eiweiße, wird bei denjenigen der Kaloriengehalt am meisten gesenkt, die Fett einsparen. Das Problem ist aber, dass die Formel nicht ohne Weiteres funktioniert, denn die Fettreduktion bei klassischen kalorienreduzierten Diäten bringt zwar einen kleinen Nutzen (etwa 3 kg Gewichtsabnahme nach 12–18 Monaten), dieser ist aber nicht größer als bei anderen Diäten. Die GLYX-Diät orientiert sich an dem glykämischen Index (GI). Dieser zeigt, wie schnell die aufgenommenen Kohlenhydrate im Körper wieder in einfachen Zucker umgewandelt werden. Je höher der glykämische Index, desto steiler ist der Blutzuckeranstieg. Und da nach einem hohen Blutzuckeranstieg das blutzuckersenkende Hormon Insulin folgt, rächen sich Kohlenhydrate mit hohem glykämischen Index, wie Zucker oder Weißbrot. Durch das ausgeschüttete Insulin sinkt der Blutzucker rasch ab und Hunger meldet sich wieder. Wer also die Ernährung nach niedrigen GI-Werten gestaltet, müsste theoretisch abnehmen und noch gesünder leben. Die Diät nach dem Insulinprinzip teilt die Menschen in zwei Stoffwechseltypen ein: „Nomaden“ und „Ackerbauern“. Ackerbauer sind an eine kohlenhydratreiche, fettarme und eiweißarme Ernährung angepasst, denn eine kohlenhydratreiche Ernährung lässt ihren Insulinspiegel weniger stark ansteigen. Die Vertreter des Insulinprinzips gehen davon aus, dass Ackerbauern die überschüssigen Kohlenhydrate nicht als Fett ablagern, sondern in Wärme umsetzen. Sie bekommen Übergewicht vor allem durch eine fettreiche Ernährung. Nomaden hingegen sind an kohlenhydratarme und fettarme, dafür aber eiweißreiche Ernährung angepasst. Auf heutige kohlenhydratreiche Ernährung reagieren Nomaden mit erhöhten Insulinspiegeln, die v.a. dafür sorgen, dass überschüssige Kohlenhydrate als Fett abgelagert werden. D.h. Übergewicht bekommt der Nomade v.a. durch zu viele Kohlenhydrate.

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